Andrea Ypsilanti ist Landtagsabgeordnete der SPD in Hessen. Jetzt hat sie ein Buch geschrieben: "Morgen regieren wir uns selbst".

Dass dieses Motto fast wahr zu werden scheint, konnte Andrea Ypsilanti bei Drucklegung nicht wissen. Damals waren die Verhandlungsführer der Bundestagsparteien noch mit einer möglichen Jamaika-Koalition befasst. Dass es anders kommen würde, ahnte da noch niemand.

Heftige Turbulenzen in und mit der SPD in Hessen hat die 60-jährige vor zehn Jahren selbst erfahren. Andrea Ypsilanti studierte Soziologie und trat schon zu Beginn ihres Studiums in die SPD ein. Von 1994 bis 1999 war sie Referatsleiterin in der Hessischen Staatskanzlei. 2003 wurde sie Landesvorsitzende der Hessen-SPD und im Dezember 2006 Spitzenkandidatin für die Landtagswahl am 27. Januar 2008.

Andrea Ypsilanti war damals die Hoffnungsträgerin der Sozialdemokratie und bescherte mit ihrem progressiven Programm Ministerpräsident Roland Koch und seiner Hessen-CDU eine empfindliche Wahlniederlage. Doch die Regierungsübernahme in Hessen scheiterte.

2010 war Andrea Ypsilanti Mitbegründerin des Instituts Solidarische Moderne. Mit ihrer Arbeit als Vorstandssprecherin möchte sie dazu beitragen, einen Raum für neue Diskussionen über mutige und übergreifende Politikkonzepte jenseits von etablierten Parteistrukturen zu schaffen.

In ihrem Buch entwickelt Andrea Ypsilanti Ideen, wie die gesellschaftliche Linke zusammenfinden kann, "um der neoliberalen Politik einen ernsthaften sozial-ökologischen Umbau entgegenzusetzen". Sie hat neben ihrem Landtagsmandat noch einen Sitz im Rundfunkrat des Hessischen Rundfunks, ist Vorsitzende des Petitionsausschusses und Mitglied im Härtefallausschuss des Landtags.

Im "hr2-Doppelkopf" analysiert die "Steh-Auf-Frau" die aktuelle politische Situation und die Krise der Sozialdemokratie. Bei der nächsten Landtagswahl im Herbst will sie nicht mehr kandidieren.

Gastgeberin: Karin Röder

Weitere Informationen

Buchhinweis:

Andrea Ypsilanti: "Und morgen regieren wir uns selbst". Eine Streitschrift. Westend-Verlag 2018, Preis: 18,- Euro

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