Erik Spiekermann ist Künstler und Handwerker. Seit den 80er Jahren ist er weltweit einer der einflussreichsten Schriften-Entwerfer.

Für die Deutsche Bahn, für Bosch, für Nokia, fürs heute-Journal hat er Schriften entworfen. "FF Meta" heißt seine Schrift, die im Museum of Modern Art in New York ausgestellt ist. Mit dem Designpreis der Bundesrepublik wurde er für sein Lebenswerk ausgezeichnet. Manch einer bezeichnet den 1947 geborenen Gestalter als Typo-Papst.

Spiekermann, der in Berlin, London und San Francisco wohnt, erzählt von seinem Lieblingsbuchstaben "A", von dicken Telefonbüchern und schlechten Formularen; von bleischweren Buchstaben, die plötzlich auf einer Floppy-Disk in die Hemdtasche passten. Er schwärmt von der einmaligen Möglichkeit, in Berlin nach der Wende die vereinigten Verkehrsbetriebe BVG graphisch neu zu sortieren mit neuer Schrift, neuen Schildern, Farben und Übersichtsplänen. Und er erinnert sich, wie er als Jugendlicher von Kroatien bis Norwegen unterwegs war und sich mit seiner Gitarre und seiner Stimme immer ein Abendessen und eine Übernachtung sichern konnte.

Gastgeber: Eckhard Roelcke

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