Herfried Münkler, Professor für Politikwissenschaft an der Berliner Humboldt-Universität, gehört zu den gefragtesten Politikberatern unserer Zeit. Dabei schreibt Münkler – abgesehen vom Migrations-Bestseller "Die neuen Deutschen" – vor allem historische Bücher.

"Der große Krieg" widmete sich 2014 dem Beginn des Ersten Weltkrieges vor vier Jahren, "Der Dreißigjährige Krieg" erinnert an, so der Untertitel, an ein deutsches Trauma, das vor vierhundert Jahren seinen Anfang nahm.

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Buchhinweis:

Herfried Münkler: "Der Dreißigjährige Krieg: Europäische Katastrophe, deutsches Trauma 1618 - 1648", Rowohlt Berlin 2017, Preis: 39,94 Euro

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Hierin liegt der feine Unterschied zwischen einem Historiker und einem Politikwissenschaftler wie Münkler: er darf auf Analogien der Geschichte aufmerksam machen, Konstellationen der Vergangenheit auf Konstellationen der Gegenwart übertragen.

Der "Westfälische Friede", der 1648 die aus vielen regionalen, konfessionellen und machtpolitischen Konflikten sich zusammenballende europäische Katastrophe beendete, hielt nicht lange an. Das könnten heute diejenigen, die etwa den ebenfalls schon Jahrzehnte währenden Konflikt in der arabischen Welt beenden wollen, besser machen – wenn sie denn aus der Geschichte lernten.

Gastgeber: Andreas Bomba

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