Warum schreiben die Franzosen so gute Bücher? Das ist die Ausgangsfrage und gleichzeitig das Thema ihres neuen Buches, das in diesem Herbst erscheint, in dem Frankreich Gastland der Frankfurter Buchmesse ist.

Iris Radisch fühlt sich zu Recht berufen, dieser Frage nachzugehen. Sie hat Romanistik in Frankfurt und Tübingen studiert. Sie hat bei der Frankfurter Rundschau angefangen, Literaturkritiken zu schreiben und wechselte 1990 zur "Zeit", wo sie seit 2013 das Feuilleton leitet. Sie war jahrelang Jurorin des Bachmann-Preises und Kritikerin im "Literarischen Quartett" von Marcel Reich-Ranicki. Sie hat eine Biographie über Albert Camus geschrieben und gilt als eine der profundesten Kennerinnen der französischen Literaturszene.

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Iris Radisch

Warum die Franzosen so gute Bücher schreiben. Von Sartre bis Houellebecq
Rowohlt, 2017
240 Seiten
19.95 Euro

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Zum Auftakt der Frankfurter Buchmesse unterhält sie sich mit Ruthard Stäblein über das Faszinierende an der französischen Literatur. Sie spricht über die Qualitäten eines Sartre oder Camus, mit denen alles anfing, aber auch über ihre Kritik an dem Reaktionär und Gegenaufklärer Michel Houellebecq. Über das Konzept der "Francophonie" und das französische Kolonialimperium, das nicht zurückgeschlagen, sondern zurückgeschrieben hat, unter Namen wie Boualem Sansal und Édouard Glissant. Über die weiblichen Stars wie Marguerite Duras, Marie NDiaye , Yasmina Reza und Leïla Slimani. Über die Reizthemen und Tabubrüche, die in der französischen Literatur ausprobiert und dekliniert werden. "Könnte es sein, dass die französischen Schriftsteller so gute Bücher schreiben, weil sie weder vor politischen Grenzüberschreitungen noch vor den Nachtseiten der Existenz zurückschrecken?" Es sieht danach aus, wenn man Iris Radisch zuhört.

Gastgeber: Ruthard Stäblein

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