Seit vielen Jahren setzt sich Jean Ziegler im Auftrag der Vereinten Nationen für die Menschenrechte ein. Er gilt als unbeirrbarer Streiter für Recht und Gerechtigkeit.

Ziegler war zunächst UN-Sonderberichterstatter für das Recht auf Nahrung – erst im Auftrag der Menschenrechtskommission, dann des Menschenrechtsrats. Als Vize-Präsident des Beratenden Ausschusses des Menschenrechtsrats kämpft er gegen Hunger und Unterernährung, für Menschenrechte und für Frieden. Von diesen Kämpfen, seinen Erfolgen und Niederlagen, berichtet Jean Ziegler aus unmittelbarer Erfahrung.

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Jean Ziegler

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Der 82-jährige gilt als Globalisierungskritiker. Er bezeichnet sich selbst als Kommunist im Sinne von Karl Marx. Staaten im früheren Ostblock bezeichnet er als "Terrorstaaten". Kubas Politik lobt er dagegen im Hinblick auf Ernährung, Gesundheit und Bildung der Bevölkerung. Multinationalen Konzernen wirft Ziegler vor, sie lehnten jede Verantwortung für Menschenrechte oder Umweltschutz ab. Sie seien für den Welthunger mitverantwortlich und übten beträchtlichen Einfluss auf die Politik aus. Damit bedrohten sie die Demokratie.

Bis zu seiner Emeritierung im Mai 2002 war Jean Ziegler Professor für Soziologie an der Universität Genf sowie ständiger Gastprofessor an der Universität Sorbonne in Paris. Im "hr2-Doppelkopf" erzählt er als hoffnungsvoller Weltverbesserer, wie die Vereinten Nationen instand gesetzt werden könnten, um den Frieden, die Menschenrechte und den Völkern der Welt ein Existenzminimum zu sichern.

Gastgeberin: Karin Röder

(Wiederholung vom 24. Mai 2017)

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