Josef Bulvas Geschichte klingt ein wenig nach Hollywood: Einst galt er als Wunderkind. Zwei schwere Unfälle brachten seine Karriere zum Stillstand. Mit eisernem Willen eroberte er sich jedoch wieder die Konzertsäle.

Bereits mit zwölf Jahren spielte er seine ersten Liszt-Etüden und Mozart-Klavierkonzerte. Mit 13 Jahren spielte er Brahms anspruchsvolle Paganini-Variationen. Mit 21 Jahren wurde Josef Bulva Staatssolist in der ČSSR. Nach einem Gastspiel im Westen, blieb er, wurde luxemburgischer Staatsbürger und später ein beliebtes Mitglied der Münchener Society. Von hier aus öffneten sich für Josef Bulva die internationalen Konzertsäle sowie Rundfunk- und Schallplattenstudios.

Bulva eilte der Ruf einer einzigartigen Künstlerpersönlichkeit voraus. Musikkritiker Joachim Kaiser nannte ihn den "Pianisten des wissenschaftlichen Zeitalters". Bulva war berühmt für seine spezielle Technik und Werktreue, die sich unter anderem in seiner unnachahmlichen Virtuosität ausdrückte. 

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Josef Bulva spielt Chopin
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Zwei Mal jedoch schien Bulvas Karriere als Pianist zu Ende: Einmal nach einem Bergunfall Ende der 60er Jahre. Bei einem zweiten Unfall Mitte der 1990er Jahre wurde seine linke Hand zertrümmert. Ärzte sagten ihm voraus, er könne nie wieder Klavier spielen.

Nach vielen Operationen - und ausgestattet mit eisernem Willen und großer Disziplin - erarbeitete er sich wieder seine alte Virtuosität. 2009 war er wieder da, mit 67 Jahren! Bulva spielte sich nach 13-jähriger Abwesenheit in die Konzertsäle zurück. In diesem Sommer war Josef Bulva auch zu Gast beim "Rheingau Musik Festival". Im "hr2-Doppelkopf" erzählt Bulva von seinen schönsten und schwersten Zeiten und von seiner Leidenschaft für Astrophysik und Mathematik.

Gastgeberin: Karin Röder

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