Der Schweizer Autor und Theologe Pierre Stutz befasst sich in seinem neuesten Buch mit starken Gefühlen: Ärger, Zorn und Wut. Für ihn gehören diese Gefühle zum Menschsein, und er entschlüsselt, welche spirituelle Botschaft sie bereithalten.

Oft verbieten sich gerade spirituell begabte Menschen die sogenannten "bösen Gefühle", doch Wut und Zorn gehören ebenso zur Grundausstattung des Menschen wie Liebe. Und ebenso wie der "Eros" lässt sich auch die "Aggression" nicht einfach verdrängen, sondern prägt Denken und Fühlen, Seele und Körpererfahrung. Pierre Stutz spricht sich dafür aus, konstruktiv mit Aggression umzugehen.

Der 64-jährige wurde in Hägglingen/Aargau in der Schweiz geboren und ist dort aufgewachsen. Mit 20 Jahren trat er als Novize in den Orden der Frères des Ecoles Chrétiennes (Christliche Schulbrüder) ein. Nach Theologiestudium in Luzern und Arbeit als Jugendseelsorger im Fricktal und in Zürich wirkte er als Dozent am Katechetischen Institut der Theologischen Fakultät in Luzern. Daneben absolvierte er eine sechsjährige Ausbildung im Sozialtherapeutischen Rollenspiel. Zusammen mit Gleichgesinnten gestaltete er die Abbaye de Fontaine-André als „offenes Kloster“ – eine Gemeinschaft von Frauen und Männern, auch verheirateten, die miteinander Spiritualität im Alltag suchen und leben. Nach 17 Jahren als Priester legte er im Sommer 2002 sein Priesteramt nieder.

Bis heute beschäftigt sich Pierre Stutz mit einer Spiritualität, die Meditation und Engagement nicht trennt, und er hat über 40 Bücher dazu geschrieben. Im "hr2-Doppelkopf" erzählt der "Augenöffner" Stutz von Selbstachtsamkeit und von seinem eigenen Weg, sie zu leben. 

Gastgeberin: Karin Röder

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Buchhinweis:

Pierre Stutz: Lass dich nicht im Stich. Die spirituelle Botschaft von Ärger, Zorn und Wut. Patmos-Verlag 2017, Preis: 20,- Euro

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