"Über den Wolken muss die Freiheit wohl grenzenlos sein" oder "Gute Nacht, Freunde, es wird Zeit für mich zu geh’n", das sind Textzeilen aus Reinhard-Mey-Chansons, die längst in den alltäglichen Sprachgebrauch übergegangen sind.

Der Gitarrenbarde selbst sieht sich auch eher als Wort-, denn als Tonkünstler: Der Text entsteht immer zuerst. Vor allem aber betrachtet er sich als einen Handwerker, dessen Produkte in wohlgeordneten Arbeitsprozessen entstehen: Pünktlich am 1. September setzt er sich an den Schreibtisch, genau ein halbes Jahr später geht es ins Tonstudio. So sind bis heute seine Studioalben entstanden, deren Tonfall seine Kritiker manchmal gern als zu nett bezeichnen. Nett aber ist nicht gleich harmlos, setzt er dem entgegen. Was er sonst noch zu sagen hätte, dauert diesmal nicht nur eine Zigarette, sondern eine "hr2-Doppelkopf"-Sendung lang.

Heute feiert Reinhard Mey seinen 75. Geburtstag.

Gastgeber: Niels Kaiser

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