In diesem Jahr gewann Robert Menasse den Deutschen Buchpreis mit seinem Roman "Die Hauptstadt".

Menasse lebte vier Jahre in Brüssel und recherchierte dort im Beamtenapparat der Europäischen Union. Daraus entstand der Essayband "Der europäische Landbote", in dem Menasse die Beamten der EU-Kommission verteidigte. Durch die Recherchen vor Ort wurde er zu einem überzeugten Europäer, er engagiert sich seitdem für eine neue EU jenseits der Nationalstaaten.

Das Material seiner EU-Recherche verarbeitete Menasse dann aber auch noch zu einem Brüssel-Roman. Er erzählt von einem Mord, der nicht aufgeklärt werden darf, von unvermuteter Liebe, von Intrigen und Winkelzügen, von den Gespenstern des Nationalismus und von einem Schwein, das durch Brüssel schnüffelt. Sein Roman funkelt und schillert vor Menschen, die intrigieren, schleimen und funktionieren, während andere sich sträuben und sich engagieren für ein Europa jenseits nationalen Dünkels und populistischer Anbiederungen. "hr2-kultur" brachte im September diesen Roman auch als Lesung. Damals gab Robert Menasse in einem "Doppelkopf"-Gespräch über sein Buch Auskunft. Dieses Gespräch sendet "hr2-Kultur" zum Jahresausklang noch einmal.

Gastgeber: Ruthard Stäblein

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Buchhinweis:

Robert Menasse: "Die Hauptstadt"
Suhrkamp 2017, Preis: 24,- Euro

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