Der Münchner Autor Stefan Bollmann in seinem Buch von den Vorläufern der Hippie-Kultur, die sich zu Beginn des 20. Jahrhunderts auf einem Hügel in der Schweiz neu erfinden wollten.

Anfang des Jahres 1900 machte sich eine Handvoll junger Leute von München aus auf in Richtung Tessin, um ein neues Leben zu beginnen. Sie wollten nicht nur umziehen, dahin, wo es eventuell wärmer war, sie wollten ihr Leben neu gestalten, eine neue Lebensform probieren. Frei von wilhelminischen Zwängen, gesellschaftlichen Doktrinen, ohne Korsett und Krawatte sollte das Leben sein, jeder sollte dabei sein können. Sie fanden einen Hügel bei Ascona, nannten ihn "Monte Verità" und bauten ihre Hütten. Hier lebten sie den Traum vom wahren Leben, mitten in der Natur, ohne Alltagshektik und Statusdenken, mit fleischlosem Essen, freier Liebe, Tanz, Poesie und politischen Diskussionen. Eine Lebensform, die auch immer mehr Künstler, Literaten und arme und reiche Bohemians anlockte. Hermann Hesse, Erich Mühsam, Käthe Kruse oder Mary Wigman waren nur einige, die auf den Berg kamen und dort ihre eigenen Wahrheiten suchten.

Der Münchner Autor Stefan Bollmann erzählt im "hr2-Doppelkopf" von diesen Vorläufern der Hippie- Kultur, von ihren Erfolgen und ihrem Scheitern. Ohne diesen Traum vom alternativen Leben hätte das 20. Jahrhundert sicher anders ausgesehen.

Gastgeberin: Daniella Baumeister

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Buchhinweis:

Stefan Bollmann: "Monte Verità. 1900 - Der Traum vom alternativen Leben beginnt"
DVA 2017, Preis: 20,- Euro

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