Er liebt die Paradoxa und hasst die Kompromisse, Wilhelm Genazino, detailversessener Spaziergänger durch Kleinbürgertum und Großstadtkulisse.

Spätestens seit dem Georg-Büchner-Preis 2004 ist klar, dass er einer der wichtigsten deutschen Autoren ist. Von seiner frühen Angestellten-Trilogie bis zu den Stadtgänger-Reflexionen spiegeln alle seine Texte die Wahrnehmung der Gegenwart auf ungewöhnlich präzise Weise. So anmutig abgeklärt, so entschieden unentschieden, so ernsthaft heiter dem Unfassbaren auf der Spur wie er ist kaum ein anderer deutscher Schriftsteller. Wilhelm Genazinos beiläufige Beobachtungen wie seine subtilen Reflexionen kommen auf leisen Sohlen ironisch gebrochen daher. Dabei geht der Autor auch aktuellen gesellschaftspolitischen Debatten nicht aus dem Weg.

Zu seinem heutigen 75. Geburtstag wiederholen wir ein "hr2-Doppelkopf"-Gespräch aus dem Jahr 2013.

Gastgeberin: Sylvia Schwab

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