Noch im hohen Alter setzte Wolfgang Lauinger sich für die Rehabilitation von Menschen ein, die in der Nachkriegszeit wegen ihrer Homosexualität verurteilt wurden. Am 20. Dezember ist Wolfgang Lauinger im Alter von 99 Jahren in Frankfurt am Main gestorben.

Sein Vater, der Journalist Artur Lauinger, kämpfte im Ersten Weltkrieg, er war ein sogenannter assimilierter Jude, sehr deutsch auch noch, als er wegen der Nationalsozialisten in den 1930er Jahren nach England fliehen musste. Der Sohn blieb in Deutschland als Inbegriff von vielem, was die Nazis hassten und verfolgten: Wolfgang Lauinger war nach dem Verständnis der Nazis "Halbjude", er liebte Swingmusik und er war homosexuell. 2015 war Wolfgang Lauinger zu Gast im hr2-Doppelkopf. Mit Gastgeberin Rosemarie Tuchelt sprach er über die Frankfurter "Swinging Kids", über seine Erlebnisse als Gefangener der Gestapo, über seine erneute Verhaftung nach dem Krieg, über seinen Vater und über seinen Einsatz für die Rehabilitation Homosexueller.

Gastgeberin: Rosemarie Tuchelt

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Buchhinweis:

Bettina Leder:
Lauingers. Eine Familiengeschichte aus Deutschland
Hentrich & Hentrich Verlag Berlin
288 Seiten, 42 Abbildungen
24,90 Euro

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