Bildwerke des Wissens
Aus dem "Thesaurus Picturarum" Bild © Universitäts- und Landesbibliothek Darmstadt

Aus dem seit 450 Jahren gewachsenen Bestand der Universitäts- und Landesbibliothek Darmstadt stellt die Ausstellung im Hessischen Landesmuseum ausgewählte Bildwerke ins Zentrum.

Sie lässt anschaulich werden, dass sich bereits seit den Anfängen mit der Büchersammlung des Landgrafen Georg I. (1547-1596) und der ersten  Erweiterung der Bibliotheksbestände durch Ankäufe im Jahr 1568 die "Macht des Wissens" mit der "Macht der Bilder" verschränkte.

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Bildwerke des Wissens

Hessisches Landesmuseum Darmstadt
2. November bis 4. Februar 2018

www.hlmd.de

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Zu sehen ist u.a. das 33 Bände umfassende bebilderte Werk "Thesaurus Picturarum" des Heidelberger Kirchenrats Markus zum Lamm (Speyer 1544-1606 Heidelberg), welches erwiesenermaßen in direktem Zusammenhang mit der Sammeltätigkeit der Darmstädter Landgrafen steht, indem Georg II. (1626-1661) es seiner Gemahlin Sophie Eleonore schenkte. Diese enzyklopädische Sammlung ist eine der  wichtigsten Quellen für die Umbruchzeit in der Kurpfalz Ende des 16. Jahrhunderts. Ebenso werden Stichwerke des Künstler-Archäologen Giovanni Battista Piranesi (1720-1778) gezeigt, darunter "Le Vedute di Roma" (4 Bände, 1756). Piranesi war ein bildmächtiger Rekonstrukteur des alten Rom sowie Chronist und Bildgeber seiner Gegenwart. Aber auch die ersten manufakturell hergestellten Reliefkarten des Kartographen Georg Michel Bauerkeller (1805-1886) sind zu bestaunen. Mit seiner Erfindung der "Geomontographie" verlieh Bauerkeller seinen farblithographischen Plänen bereits in den 1830/40er Jahren Dreidimensionalität und lieferte auf Grundlage neuen geographischen Wissens visuelle Werkzeuge für das Denken und die Erkenntnis.

Alle genannten Werke waren herausragende Veröffentlichungen ihrer Zeit und legen Zeugnis ab von der Kunstbegeisterung und dem Qualitätsbewusstsein der Landgrafen und später Großherzöge von Hessen-Darmstadt.

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