Horst Naumann, Weimarer Fasching, um 1928/29
Horst Naumann, Weimarer Fasching, um 1928/29 Bild © Nachlass Naumann, Foto: bpk / Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Elke Estel /Hans-Peter Klut

In einer großen Themenausstellung wirft die Schirn einen Blick auf die Kunst im Deutschland der Jahre 1918–1933 von Otto Dix bis Jeanne Mammen.

Soziale Spannungen, politische Kämpfe, gesellschaftliche Umbrüche, aber auch künstlerische Revolutionen charakterisieren die Weimarer Republik. Realistische, ironische und groteske Arbeiten verdeutlichen den Kampf um die Demokratie und zeichnen das Bild einer Gesellschaft in der Krise und am Übergang. Die Verarbeitung des Ersten Weltkriegs in Form von Bildern verkrüppelter Soldaten und "Kriegsgewinnlern", die Großstadt mit ihrer Vergnügungsindustrie und die zunehmende Prostitution, die politischen Unruhen und wirtschaftlichen Abgründe werden stilistisch ebenso vielfältig interpretiert wie das Rollenbild der "Neuen Frau" oder die Debatten um § 175 (Homosexualität) und § 218 (Abtreibung). Auch die sozialen Veränderungen durch die Industrialisierung oder die wachsende Begeisterung für den Sport spiegeln sich in der Kunst der Zeit wider.

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Glanz und Elend in der Weimarer Republik

Schirn, Frankfurt
27. Oktober bis 25. Februar 2018

www.schirn.de

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Die Ausstellung versammelt rund 200 Werke bekannter und wenig beachteter Künstlerinnen und Künstler – u.a. Max Beckmann, Kate Diehn-Bitt, Otto Dix, Dodo, Conrad Felixmüller, George Grosz, Carl Grossberg, Hans und Lea Grundig, Karl Hubbuch, Lotte Laserstein, Alice Lex-Nerlinger, Elfriede Lohse-Wächtler, Jeanne Mammen, Oskar Nerlinger, Franz Radziwill, Christian Schad, Rudolf Schlichter, Georg Scholz und Richard Ziegler. Zusammen mit historischen Fotografien, Filmen, Zeitschriften und Plakaten entwirft die Schirn ein eindrückliches Panorama der Kunst der Weimarer Republik.

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