Franco Vassallo als Rigoletto
Franco Vassallo als Rigoletto Bild © www.francovassallo.com

Keine andere Oper Giuseppe Verdis treibt so atemlos und zielgerichtet ihrem tragischen Ende entgegen, wie Rigoletto.

In einer einsamen, düsteren Welt agieren der bucklige Hofnarr Rigoletto, seine Tochter Gilda und sein Dienstherr, der Herzog von Mantua: Sie sind die Protagonisten einer tragischen Geschichte von kranken und verletzten Seelen. Rigoletto demütigt Menschen und hetzt sie gegeneinander auf. Dabei inszeniert er sich selbst wie ein Priester, als oberste Instanz. Gilda hält er in einer kunstvoll illusionistischen Welt gefangen, in der ihr jeglicher Entwicklungsraum genommen wird. Aufgrund ihrer erzwungenen Naivität reicht ein einziger mit dem Herzog gewechselter Blick aus, um sie das Gefühl eines Lebens in Liebe erahnen zu lassen. Sie identifiziert sich mit dieser trügerischen Freiheit und opfert ihr Leben, um den Herzog zu retten. Ihr Vater scheitert zum Schluss in einer von allen Göttern und jeglicher Moralvorstellung verlassenen Welt.

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Rigoletto

Oper Frankfurt
3. Februar, 19.30 Uhr

www.oper-frankfurt.de

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Basierend auf Victor Hugos melodramatischer Ästhetik komponierte Verdi eine unglaublich straffe Partitur, in der uns kein Takt begegnet, der als Überlänge empfunden werden könnte. Einige Jahre nach der Uraufführung sollte Verdi seine Rigoletto-Partitur eine revolutionäre Oper nennen. Zu Recht. Er bot hier ein brandneues Spektrum. Die Grenzen zwischen Rezitativ und Arie sind im Sinne der dramatischen Situation aufgelöst, wobei die beiden zentralen Themen in Verdis Gesamtwerk, die des tragischen Schicksals eines Vaters sowie die des Außenseiters hier in eindringlicher und konzentrierter Form zusammengefasst werden.

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