Da Vinci Salvator Mundi

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Am Donnerstagmorgen wurde das 65,6 mal 45,4 Zentimeter große Bild bei einer Auktion in New York für die Rekordsumme versteigert - nach Angaben des Auktionshauses Christie's ist es damit das teuerste jemals versteigerte Kunstwerk. Den Zuschlag bekam ein anonymer Telefonbieter. Ursprünglich hatte Christie's mit einem Preis von rund 100 Millionen Dollar gerechnet.

Georg Schwarte berichtet aus New York City

Das in Öl auf Walnussholz gemalte Porträt zeigt Jesus Christus in Frontalansicht, die rechte Hand zum Segen erhoben, in der Linken eine Glaskugel als Symbol für die Welt. Es stammt entweder aus den letzten Jahren des 15. Jahrhunderts, als Leonardo am Hofe des Mailänder Herzogs Ludovico Sforza eine Reihe seiner wichtigsten Gemälde schuf, oder aus den ersten Jahren des 16. Jahrhunderts. Der genaue Zeitpunkt der Entstehung, Auftraggeber oder ursprünglicher Aufstellungsort des Gemäldes sind unbekannt.

Auch jetzt noch gibt es Experten, die sich nicht sicher sind, ob das Bild tatsächlich von Leonardo allein gefertigt wurde. Der Leipziger Professor und Kunsthistoriker Frank Zöllner etwa setzte schon 2014 in der Wochenzeitung "Die Zeit" ein "großes Fragezeichen". Das Bild lasse aufgrund von älteren Schäden und einer weitreichenden Restaurierung kaum noch zuverlässige Aussagen über seine Authentizität zu. Der Leonardo-Experte kritisierte zudem ein undurchsichtiges Zusammenwirken von Kunstwissenschaft und Kunstmarkt. Zöllner äußerte auch die Vermutung, dass Leonardo zwar an dem Porträt mitgemalt haben könnte und die "Bilderfindung zweifellos von ihm selbst stammt", er aber nicht der alleinige Urheber des Werks sei.

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