Das Cover von Heike Goldbach: Ein Feuerwerk an Charme - Willy Fritsch
Erstmals umfassend porträtiert: Willy Fritsch Bild © tredition

Sein Name ist nicht so bekannt wie der von Heinz Rühmann, aber zwischen 1920 und 1945 war Willy Fritsch einer der ganz großen Ufa-Filmstars. Wie aber war er privat? Heike Goldbach ist dieser Frage nachgegangen.

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Das Cover von Heike Goldbach: Ein Feuerwerk an Charme - Willy Fritsch

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Anna Engel und Hans Sarkowicz im Gespräch über das Buch

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"Ich wollt' ich wär ein Huhn" oder "Ein Freund, ein guter Freund" hat er gesungen und in seinen Filmen eigentlich immer die Hauptrolle gespielt: Willy Fritsch. Um so verwunderlicher ist es, dass es bis heute keine umfassende Biografie über ihn gab.

Heike Goldbachs Buch füllt nun diese Lücke. Acht Jahre hat sie daran gearbeitet, sie hat mit Willy Fritschs Sohn gesprochen, und auch alle Filme hat sie sich noch einmal minutiös vorgenommen.

Ein unauffälliger und angepasster Mitläufer?

Privat war Willy Fritsch kein Glamour-Star. Ihm war es wichtig, seine Filme zu machen, und dafür passte er sich gerne schon mal den Gegebenheiten an. Er war NSDAP-Mitglied und musste aufgrund seine Bekanntheit selbstverständlich nicht in den Krieg. Sein Verhalten hatte durchaus opportunistische Züge: Solange er seine Arbeit als Schauspieler machen konnte, war ihm die Politik weitgehend egal.

Weitere Informationen

Heike Goldbach: Ein Feuerwerk an Charme - Willy Fritsch

Der Ufa-Schauspieler. Über eine große Filmkarriere in wechselhaften Zeiten
tredition
472 Seiten
19,99 Euro

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Fazit

Heike Goldbachs Biografie bringt einem Willy Fritsch nahe als Schauspieler und Sänger mit seinen unbestreitbaren Qualitäten. Der Mensch hinter der Fassade allerdings kommt etwas zu kurz. Wieso verhält er sich so und nicht anders, was hat er gedacht und gefühlt? Da hätte man sich vielleicht noch etwas mehr erwartet. Das Buch liefert aber ansonsten ein solch umfassendes und lebendiges Abbild der Zeit und der großen Jahre der Ufa, dass man es unbesorgt empfehlen kann.

Vorgestellt von Hans Sarkowicz

Sendung: hr2-kultur, Kulturfrühstück, 18.12.2017, 08:30 Uhr

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