Buchcover: Markus Orths "Max"
Bild © Hanser Verlag

Markus Orths ist ein klassischer Erzähler. Sein Roman "Das Zimmermädchen" begeisterte Publikum und Kritik. Jetzt ist er mit seinem neuen Buch "Max" zu dem für anspruchsvolle Literatur renommierten Hanser Verlag gewechselt.

Markus Orths erzählt unter dem schlichten Titel "Max" die Lebensgeschichte von Max Ernst. Dabei findet er einen besonderen Dreh: er konzentriert sich auf die Liebesgeschichten des surrealistischen Malers, auf sechs Frauen, die in seinem Leben eine wichtige Rolle spielten.

Da ist natürlich die Sammlerin Peggy Guggenheim, aber auch Gala, die spätere Frau Dalis, vor allem aber die Malerin und Dramatikerin Leonora Carrington, Max Ernsts große Liebe. Vor dem zeithistorischen Hintergrund zwischen den beiden Weltkriegen, erzählt Markus Orths mit großer Wahrhaftigkeit und schöpferischer Phantasie aus dem sich ständig wandelnden Leben von Max Ernst.

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Markus Orths: Max

Hanser Verlag
576 Seiten
24,- Euro

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Fazit

Max ist ein Roman über eine historische Figur. Fragt man sich bei solchen Romanen immer wieder, was wirklich und was erfunden ist, so ist es die große Leistung von Markus Orths, dass sich diese Frage hier kaum stellt. Die historischen Figuren wie André Breton, Paul Éluard oder Hans Arp reihen sich bruchlos in das fiktive Personal des Romans ein. Und am Schluß ist keine Frage mehr offen. Wieweit der wirkliche Max Ernst hinter der hier beschriebenen Figur  zurückbleibt, ist nicht mehr von Bedeutung. Wir haben einen vollständigen Charakter kennengelernt.

Vorgestellt von Ulrich Sonnenschein

Sendung: hr2-kultur, Kulturfrühstück, 20.11.2017, 08:30 Uhr

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