Buchcover zu Olinka Vištinka, Dražen Grubišic: Das Museum der zerbrochenen Beziehungen
Bild © Rowohlt Verlag

Heute am Valentinstag wollen wir mal ein Statement dagegen setzen – gegen die Geschäftsmasche mit roten Rosen, roten Luftballons und den vielen knallrot verpackten Pralinenpackungen, die heute den Besitzer wechseln.

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zum Artikel Olinka Vistinka, Drazen Grubisic: Das Museum der zerbrochenen Beziehungen

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Wir wollen an all die gescheiterten Beziehungen erinnern: Das "Museum der zerbrochenen Beziehungen" gibt es wirklich: zweimal sogar, eines in Zagreb und eines in Los Angeles. Jahrelang war dieses besondere Museum unterwegs gewesen, als temporäres Museum mit  40 Ausstellungen in 20 Ländern. Jetzt ist das Buch dazu erschienen, eine Art Katalog zum Museum der zerbrochenen Beziehungen.

Geschrieben ist es - es könnte kaum passender sein - von einem ehemaligen Liebespaar: Olinka Vištinka und Dražen Grubišic. Nach vier Jahren trennten sie sich und da gab es die Frage, die sich immer stellt: wer bekommt was? Und ein Souvenir dieser Beziehung: eine kleine Aufziehfigur, die der Ersatz war für die Katze, die das Paar nie hatte. "as tun damit?  Wegwerfen - das ging irgendwie nicht. Aufheben – ging auch nicht. Und so kamen sie auf die Idee ein Museum zu machen, nicht nur für die Souvenirs der eigenen gescheiterten Liebe.

Weitere Informationen

Olinka Vištinka, Dražen Grubišic: Das Museum der zerbrochenen Beziehungen

Rowohlt Verlag
128 Seiten
15,- Euro

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Fazit

Es sind einfach Schicksale und Lebensgeschichten, die da versammelt sind - große Hoffnungen und tiefe Enttäuschungen, da spielen Gemeinheiten, Mißverständnisse, manchmal aber auch der Tod eine Rolle. Es hat wohl auch etwas kathartisches, solche Relikte einer verflossenen Liebe ins Museum zu bringen. Man kann in dem Buch stöbern, es wieder bei Seite legen – und es ist wohl auch ein bißchen als Medizin zu verwenden – bei ganz schlimmem Liebeskummer hilft es: es sei freundlicher, poetischer als der Streit um gemeinsame Besitztümer oder gar emotionaler Vandalismus -  das meinen die beiden Künstler und Museumsgründer Olinka Vištinka und Dražen Grubišic – und ich denke, sie haben recht. Also nichts wie hin mit den Relikten vergangener Liebesbeziehungen – ins Museum – da wird auch noch fleißig weiter gesammelt: man kann unter brokenships.com das Museum besuchen und auch weitere Ausstellungsstücke beisteuern.

Vorgestellt von Ursula May

Sendung: hr2-kultur, Kulturfrühstück, 14.02.2018, 08:30 Uhr

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