Die Unfallkreuze am Straßenrand dokumentieren es, die vielen Kerzen und Plüschtiere an Tatorten oder symbolischen Trauerorten weisen darauf hin, die betroffenen Posts in sozialen Netzwerken sind ein Beispiel dafür: Es gibt offenbar eine Sehnsucht, seine Trauer öffentlich zu bekennen.

Vorbei sind die Klagen, Trauer würde nur im Privaten stattfinden. Mittlerweile scheint eher das Gegenteil der Fall zu sein: Der Rückzugsraum Friedhof verwaist, die Trauer findet in der City statt – mit Teddybären, Blumen und Kerzen.

Aber was bedeutet dieses öffentliche Bekenntnis? Trauern die Menschen, um sich selbst zu spüren? Kulturforscher sprechen bereits von einem dramatischen Wandel der Trauerkultur – weg von den strengen Vorgaben der Kirchen.

Ein Beitrag von Michael Hollenbach.

Sendung: hr2-kultur, Camino, 19.11.2017, 11:30 Uhr

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