Im Foyer des Augsburger Gebetshauses sieht es aus wie in einem hippen Großstadt-Café. Aber hier soll es nicht nur um profanes Kaffeetrinken gehen, sondern um Höheres. Um Mission nämlich. Um eine Jesus-Bewegung die ganz Europa erfassen und retten soll, so schildert es Johannes Hartl, der Leiter des Gebetshauses.

Der katholische Theologe Johannes Hartl gehört der charismatischen Bewegung innerhalb der Katholischen Kirche an. Gemeinsam mit seiner Frau gründete er vor zehn Jahren den ökumenischen Verein Gebetshaus, um in Augsburg einen Raum für Gebet und Lobpreis zu schaffen. Und der Verein hat große Pläne: Ein Nachbargrundstück soll gekauft werden, um dort einen „Mission Campus“, eine Art Kloster zu bauen.

Finanziert wird auch dieses Projekt durch Spenden. Ein „geistlicher Hotspot für Europa“ solle entstehen, eine Gebets-Elite, ausgebildet werden. Dass das Gebetshaus Jugendliche begeistert, verwundert erstmal nicht. Hier wirkt Christentum locker und cool. Was sind die Visionen der jungen Menschen, die sich dort engagieren? Ist das Gebetshaus das Zusatzangebot zur diözesanen Jugendarbeit wie die Initiatoren sich wünschen oder entsteht hier eine Art Parallelkirche?

Ein Beitrag von Antje Dechert und Markus Kaiser.

Sendung: hr2-kultur, Camino, 14.01.2017, 11:30 Uhr

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