Das Thema Spiel ist Gegenstand der Philosophie und der Theologie, und die Literatur hat es in allen Facetten, zwischen Erfolg und Scheitern, dargestellt; mit ihm bringt die künstlerische Phantasie, auch wenn sie die Gefahren des Spiels nicht ausblendet, ihre Entwürfe eines geglückten Lebens zum Ausdruck.

Gespielt wurde und wird immer und überall, in der Familie, mit Freunden, im Sport, bei Wetten, am Roulettetisch, in Lotterien und am Bildschirm. Doch "nur mit den Karten, die einer hat, vermag er das Spiel zu gewinnen", schrieb der persische Gelehrte Omar Chayyam, und damit ist das Leben selbst gemeint – zwischen Vorbestimmung und Eigenständigkeit, zwischen Regel und Freiheit. Friedrich Schiller hat den ursprünglichen Zusammenhang von Spiel und Menschsein auf die berühmte Formel gebracht: "Der Mensch spielt nur, wo er in voller Bedeutung des Worts Mensch ist, und er ist nur da ganz Mensch, wo er spielt." "In moderner Zeit", so der Philosoph Wilhelm Schmid, "gewinnt das Leben als Spiel an Bedeutung, denn aufgrund des Freiseins von Bindung und äußerer Zwecksetzung wird es notwendig, zu experimentieren und Formen der Freiheit für sich selbst zu finden."

hr 2017

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