"Unsere Träume sind nicht nur als 'unsere' untereinander verbunden, sondern bilden auch ein Kontinuum, gehören einer einheitlichen Welt an, so etwa wie alle Erzählungen von Kafka in 'Demselben' spielen". [Theodor W. Adorno]

Adorno notierte diesen Gedanken Anfang 1956. Die Bedeutung des motivischen Zusammenhangs der Träume ließ ihn eine Reihe von ihnen auswählen und für eine Publikation vorbereiten, die zu seinen Lebzeiten nicht mehr erschien. Der Zeitraum der ausgewählten Träume umfasst rund 35 Jahre – von Januar 1934 bis April 1969.

"Die Traumprotokolle, aus einem umfangreichen Bestand ausgewählt, sind authentisch. Ich habe sie jeweils gleich beim Erwachen niedergeschrieben und für die Publikation nur die empfindlichsten sprachlichen Mängel korrigiert". [Theodor W. Adorno]

"Die radiophone Umsetzung der Traumprotokolle mit Andreas Dorau versucht die Spur der Träume aufzugreifen und auf einer Soundebene umzusetzen: Erratisch, mit wenigen Referenzpunkten. Aufgebaut auf einige wenige Loops und Samples, setzt sich ein akustischer Prozess in Gang." [zeitblom]

Mit Andreas Dorau und Hitomi Makino

Komposition & Realisation: zeitblom

BR 2016

Theodor W. Adorno (1903–1969) war Philosoph, Soziologe, Musiktheoretiker, Komponist. Mit Max Horkheimer war er Hauptvertreter der Frankfurter Schule. Seine Kindheit verbrachte er in Frankfurt am Main, 1921–23 Studium der Philosophie, Soziologie, Psychologie und Musikwissenschaft in Frankfurt.1931 habilitierte er sich und wurde Privatdozent an der Universität in Frankfurt. 1933 erhielt er Lehrverbot, 1938 emigrierte er in die USA und wurde Mitarbeiter des Instituts für Sozialforschung. 1949 kehrte er nach Frankfurt zurück und erhielt eine außerplanmäßige Professur für Sozialphilosophie sowie die Leitung des Instituts für Sozialforschung in Frankfurt/Main.

Weitere Informationen

Anschließend ab 21:55 Uhr:
Peteris Vasks "Laudate Dominum"
Latvian Radio Choir & Sinfonietta Riga, Ltg. Sigvards Klava

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Sendung: hr2-kultur, 20.12.2017, 21:00 Uhr

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