Sylvia Plath stellt in ihrem ersten und einzigen Hörspiel – eher einem lyrisch-dichten Text für Stimmen – die Gefühlswelt dreier Frauen vor, die bei aller Unterschiedlichkeit doch wie Facetten einer einzigen Person wirken.

Alle drei Frauen haben gerade Wehen hinter sich. Eine hat einen Sohn geboren, eine hat eine Fehlgeburt gehabt, und eine hat eine Tochter bekommen, die sie zur Adoption freigeben wird. "Das Stück", so die Biographin Linda Wagner-Martin, "ist ein Gewebe dreier sich abwechselnder Stimmen [...] Die zuversichtliche Erste Stimme übermittelt einiges von Plaths Humor [...] Im Kontrast dazu ist die Zweite Stimme gequält und zornig; die Dritte ist gefangen in ihrer Schuld, dass sie ihr Kind weggeben wird [...]"

Mit Sabine Wegner, Barbara Nüsse und Anna Magdalena Fitzi.

Aus dem Amerikanischen von Friederike Roth.

Regie: Otto Düben

SDR 1990

Sylvia Plath, 1932 in Massachusetts/USA geboren und 1963 in London durch Selbstmord verstorben, gilt spätestens seit der posthumen Verleihung des Pulitzerpreises 1982 einem breiteren Publikum als herausragende Lyrikerin und Prosaistin des 20. Jahrhunderts. Der Gedichtband "Ariel", aber auch der autobiographische Roman "Die Glasglocke" begründeten ihren Ruhm, der durch immer neue Veröffentlichungen aus dem Nachlass geradezu zum Mythos wurde. "Drei Frauen" ist ihr erstes und einziges Hörspiel.

Weitere Informationen

Anschließend ab 21:45 Uhr:
Paul Giber:"Pert Em Hru" (Oratorium); Paul Giger, David James, Marie-Louise Dähler, Pudi Lehmann, Collegium Vocale, Tablater Konzertchor, Ltg. H. Eberhard

Ende der weiteren Informationen

Sendung: hr2-kultur, Hörspiel, 24.01.2018, 21:00 Uhr

Aktueller Song:
Lädt
Lädt
Lädt - Lädt
Lädt - Lädt
mit