Es ist die Nacht vor Heiligabend 1614. Die Stadt ist unter einer dicken Schneedecke begraben, alles schläft. Doch ein Mann findet keinen Frieden: Umgeben von Diamanten und Rubinen, von Perlen, Smaragden und Saphiren haucht der Juwelier und Ratsherr Daniel de Hase langsam sein Leben aus. Bevor er ins Jenseits gelangen kann, muss er sich von seinen irdischen Besitztümern trennen.

Sibylle Lewitscharoff
Sibylle Lewitscharoff Bild © Jürgen Bauer

In ihrem Hörspiel fängt Sibylle Lewitscharoff den Zauber einer Nacht ein und geht zugleich der Geschichte der ersten Hanauer Goldschmiede nach. 1597 siedelten sich calvinistisch reformierte Glaubensflüchtlinge aus Frankreich und den spanisch besetzten Niederlanden vor den Toren der Stadt an. Gegen die Zusicherung der freien Religionsausübung verpflichteten sich die Migranten, in Hanau tätig zu werden. Mit der Gründung der Neustadt begann der wirtschaftliche Aufschwung Hanaus: Tuchmacher, Weber und Seidenweber sowie Hutmacher, vor allem aber Gold- und Silberschmiede eröffneten Werkstätten und Manufakturen, die Luxusgüter an die europäischen Adelshöfe lieferten.

Vor dem Mikrofon
Daniel de Hase | Walter Renneisen
Erzählerin | Cornelia Niemann
Erzähler | Wolfgang Michael
Rubin | Lucie Mackert
Diamant | Mathias Renneisen

Produktionsdaten
Besetzung | Heike Oehlschlägel
Ton & Technik | Ursula Potyra & Melanie Inden
Regieassistenz | Niklas Vogel
Regie | Marlene Breuer<
Dramaturgie & Redaktion | Karoline Sinur

hr 2017 | Ursendung

Weitere Informationen

Sibylle Lewitscharoff,

geboren 1954, gehört zu den erfolgreichsten deutschen Autorinnen und ist auch als Bildende Künstlerin tätig. Sie wurde unter anderem mit dem Ingeborg-Bachmann-Preis und dem Preis der Literaturhäuser ausgezeichnet, 2013 erhielt sie den Georg-Büchner-Preis. Zuletzt veröffentlichte sie den Roman "Das Pfingstwunder" in der Folge ihres Hörspiels "Pfingstwunder", das sie für die Bibel-Reihe von hr2-kultur schrieb. "Hanauer Juwelen" entstand als Auftragsarbeit für das Projekt "Autoren im Transit" von hr2-kultur und dem Kulturfonds Frankfurt Rhein-Main.

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