Nach einer Krebsdiagnose reist Arvids Mutter noch einmal ins heimatliche Jütland. Überstürzt folgt ihr der Sohn. "Bist du blank?" fragt die Mutter. "Mama, ich werde geschieden."

Obwohl Arvid weiß, dass die Mutter sterben wird, und er gekommen ist, um ihr nahe zu sein und beizustehen, kann er nur über sich selbst sprechen. Für die Mutter ist er das ewige Sorgenkind. Als Arbeiterin hatte sie auf seinen Aufstieg gehofft, aber er hat die Hochschule verlassen, um in die Fabrik zu gehen und einer linken, inzwischen völlig verblassten Utopie zu folgen. In assoziativen Rückblenden erzählt Per Petterson diese melancholische Geschichte einer unerlösten Mutter-Sohn-Beziehung, in der beide einander gerne als Erwachsene sehen möchten, frei von ihrer Geschichte, aber es gelingt nicht. Sie bleiben, was sie seit jeher waren: Mutter und Kind.

Mit Ernst Jacobi, Jens Wawrczeck, Tina Engel, Friederike Ott u. v. a.

Aus dem Norwegischen von Ina Kronenberger

Hörspielbearbeitung & Regie: Götz Fritsch

hr/DKultur 2011

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Per Petterson

geboren 1952 in Oslo, arbeitete als Buchhändler und Übersetzer, ehe er sich als Schriftsteller etablierte. 2006 erhielt sein Roman "Pferde stehlen" mehrere Preise. "Ich verfluche den Fluss der Zeit" erhielt 2009 den bedeutenden norwegischen Brage-Preis und den Literaturpreis des Nordischen Rates.

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