Eigentlich ist Dienstgruppenleiter Raab nicht so leicht aus der Fassung zu bringen. Als jedoch eine Brucker Bürgerin auf der Wache erscheint und allen Ernstes beteuert, bei einer nächtlichen Fahrt durch ein abgelegenes Waldstück ein Gespenst gesehen zu haben, hegt er Zweifel, ob sein Gegenüber wirklich noch alle Tassen im Schrank hat.

Nur wenige Tage später aber wird die Nachtstreife zu einem Verkehrsunfall beordert, dessen Verursacher stammelnd berichtet, von einer plötzlich am Waldrand aufgetauchten, in ein weißes Totenhemd gehüllten Frau zu Tode erschreckt worden zu sein. Nun kommen die Brucker Beamten nicht mehr umhin, sich mit diesem bizarren Fall doch ausführlicher zu beschäftigen. Auch, weil längst fantastische Gerüchte umherschwirren, die immer mehr Esoteriker, selbsternannte Parapsychologie-Experten und sensationslüsterne TV-Teams anziehen. Senta und Rudi haben mit Übersinnlichem zwar nichts am Hut, finden aber ebenfalls keine Erklärung für diese rätselhaften Vorgänge. Ist es inszenierter Unfug, um abergläubische Zeitgenossen in Angst zu versetzen? Oder irrt in dem entlegenen Waldstück womöglich eine hilfsbedürftige, möglicherweise geistig behinderte Person umher? Die Spurensuche vor Ort bleibt ohne Ergebnis.  Auch der beiläufig in Erfahrung gebrachte Umstand, dass der Ort der Geister-Sichtung vor etwa zehn Jahren Schauplatz eines tödlichen Verkehrsunfalls war, hilft den Ermittlern zunächst nicht weiter. Das Blatt wendet sich, als sie sich nach einer weiteren Erscheinung der "Weißen Frau" auf die Lauer legen, dabei aber keinen Geist, sondern eine Frau aus Fleisch und Blut stellen, die sich mehr als verdächtig verhält. Bei der Vernehmung stellt sich heraus, dass die Geistererscheinungen tatsächlich in Zusammenhang mit der damaligen Unfalltragödie stehen. Senta und Rudi müssen sich beeilen, um ein Verbrechen zu verhindern.

Regie: Ulrich Lampen

Komposition: zeitblom

BR 2017

Robert Hültner, geboren 1950 im Chiemgau, Autor, Regisseur, Filmrestaurator. Studium an der Filmhochschule München. Auszeichnungen u. a. Deutscher Krimipreis (1996 und 1998), Friedrich-Glauser-Preis (1998).

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Anschließend ab 21:55 Uhr:
"Rimur", Trio Medieaeval & Arve Henriksen

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Sendung: hr2-kultur, Hörspiel, 13.12.2017, 21:00 Uhr

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