"Ein Märchenprinz mit goldener Stimme" – so wurde Mike Brant von der französischen Presse beschrieben.

Der israelische Chanson-Sänger eroberte die Herzen seiner Fans im Eiltempo, auch wenn er selbst nur wenig von dem verstand, was er auf Französisch sang. Doch die Erfolgsgeschichte, die in vergnüglichen Tönen beginnt, weicht bald den ernsten Themen: den Problemen eines Kindes der "Zweiten Generation" und den Unwägbarkeiten des Lebens eines Popstars, der zwar weder Drogen nahm, kaum Alkohol trank und dennoch mit 28 Jahren Selbstmord beging.

Seine erfolgreichen Lieder, hier eine Anekdote der Mutter, dort die liebvollen Beschreibungen seines Bruders, der ihn nur Moshé nennt; all diese Stimmen fängt Barbara Honigmann in den verschiedensten Sprachen ein und zeichnet das Bild eines Künstlers, der nur ein Leben leben wollte: das Leben seiner Wahl.

Mit Martina Gedeck, Lilith Häßle, Wolfram Koch u. v. a.

Regie: Ulrich Lampen

hr 2017

Ursendung

Barbara Honigmann
Bild © picture-alliance/dpa

BARBARA HONIGMANN
geboren 1949 im damaligen Ost-Berlin als Tochter deutsch-jüdischer Emigranten, reiste 1984 aus der DDR aus; lebt in Straßburg. Sie war  Dramaturgin, Regisseurin, Malerin und ist Autorin. Ihr Werk wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, u. a. dem Ricarda-Huch-Preis (2015). Zu ihren Werken zählen: "In Memory of Mutti" (Hörspiel, 2009), "Bilder von A." (2011) und "Chronik meiner Straße" (2015).

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