Schauplatz der Komödie ist Sevilla. Dem verschroben-närrisch in sein Mündel Rosine verliebten alten Doktor Bartholo, stehen die beiden geistreichen jungen Männer, Figaro und der spanische Edelmann Almaviva, gegenüber.

In Sevilla ist Almaviva seinem ehemaligen Kammerdiener Figaro wieder begegnet, der sich inzwischen selbständig gemacht, allerdings nichts von seiner spöttischen Intelligenz und seinem Vergnügen am Nichtstun verloren hat, und der dem jungen Grafen bereitwillig seine Hilfe beim Versuch, sich der schönen Rosine zu nähern, anbietet. Ein schwieriges Unterfangen, angesichts der Vorsichtsmaßnahmen, die der alte Doktor getroffen hat, um das junge Mädchen, das er alsbald zu heiraten gedenkt, weder aus den Augen zu verlieren, noch aus dem Haus zu lassen. Figaro, der geborene Intrigant, heckt zwei Pläne aus, die dem von seiner Liebe zu Rosine verzehrten Grafen Zutritt zu seiner Schönen verschaffen, während diese nur darauf wartet, von der Tyrannei ihres eifersüchtigen Vormunds befreit zu werden. Dieses Spiel über den rivalisierenden Kampf zwischen Alter und Jugend um die Liebe wurde 1775 in der Comédie-Française uraufgeführt. Giacomo Rossinis berühmter Oper verdankt der "Barbier von Sevilla" seine große Popularität.

Mit Karl-Michael Vogler, Helmut Lohner, Evelyn Balser u. v. a.

Aus dem Französischen von Gerda Scheffel

Hörspielbearbeitung: Klaus Gmeiner

Regie: Gert Westphal

ORF 1978

Sendung hr2-kultur, Hörspiel, 31.12.2017, 14:04 Uhr

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Pierre-Augustin Caron de Beaumarchais (1732-1799) war Unternehmer, Uhrmacher, Geheimagent und Abenteurer; er heiratete zweimal reiche, ältere Frauen, die rasch nach der Hochzeit starben, was ihm den Ruf eines Erbschleichers einbrachte. Als Schriftsteller machte er sich ab Mitte der 1750er Jahre einen Namen. Allerdings war die Uraufführung des "Barbiers" am 1775 ein Fehlschlag im Unterschied zu "Figaros Hochzeit", dessen Uraufführung 1784 ein triumphaler Erfolg war und bis heute eine der meistgespielten französischen Komödien überhaupt ist. Weltberühmt sind beide Stücke bis heute durch die musikalischen Umsetzungen von Gioachino Rossini und Wolfgang Amadeus Mozart.

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