Sie führen ein ruhiges Leben, die Südkoreanerin Yeong Hye und ihr Mann. Pflichtbewusst und emotionsgedimmt pflegen sie eine Art friedlicher Koexistenz. Bis Yeong Hye irgendwann entscheidet, sich vegetarisch zu ernähren und fast alle tierischen Produkte im Haushalt entsorgt.

Ein subversiver Akt in einem Land mit strengen sozialen Normen. Die Eltern schreiten ein, versuchen mit brachialer Gewalt ihren Widerstand zu brechen. Ohne Erfolg. Schließlich verweigert sie jedes Essen und geht selbstentschieden ihren Weg zu Ende. Die poetische Geschichte einer passiven Rebellion, einer Existenzverweigerung zum Preis des eigenen Lebens.

Mit Paul Herwig, Meike Droste, Judith Engel, Wolfgang Pregler u. v. a.

Aus dem Koreanischen von Ki-Hyang Lee

Bearbeitung & Regie: Irene Schuck

NDR 2017

Weitere Informationen

Han Kang wurde in Gwangju, Südkorea, geboren. 1993 debütierte sie als Dichterin, ihr erster Roman erschien 1994. Für ihr literarisches Schreiben wurde sie mit dem Yi- Sang-Literaturpreis, den Today’s Young Artist Award und dem Manhae Literaturpreis ausgezeichnet. Derzeit lehrt sie kreatives Schreiben am Kulturinstitut Seoul.

Ende der weiteren Informationen

Sendung: hr2-kultur, 11.02.2018, 14:04 Uhr

Aktueller Song:
Lädt
Lädt
Lädt - Lädt
Lädt - Lädt
mit