Die Pfirsichblüte ist in der chinesischen Kultur Symbol für Erotik und neue Beziehungen; sie steht aber ebensosehr für deren Krisen. Gesine Schmidt befragte deutsch-chinesische Paare nach ihren Erfahrungen in der Partnerschaft und mit dem Leben in der Fremde.

Xu war der erste Dolmetscher für Deutsch von Mao Zedong, fiel später als Dissident in Ungnade und verbrachte mehr als 20 Jahre in Haft und Straflagern: Er kommt für eine Gastprofessur nach Berlin – aber auch, um endlich eine Frau zu finden. Und er begegnet Gerda, die ihm schließlich nach Shanghai folgt. Britt und Tian, ein anderes der deutsch-chinesischen Paare, treffen in einem Architekturbüro in New York aufeinander, und sie beschließen, zusammen nach Shanghai zu gehen und dort eine Familie zu gründen. Britt hat aber nicht voraussehen können, wie viel Anpassung von ihr erwartet wird und vor allem: wie fremd ihr Tian, zurück im eigenen Land, werden würde. Die Wege von Jan und Huang schließlich kreuzen sich, als Huang mit einem Stipendium nach Berlin kommt. Als Huang zurück muss, ergattert Jan seinerseits ein Stipendium und folgt ihr nach China.

Mit Ernst Jacobi, Monika Dortschy, Patrycia Ziolkowska, Wolfram Koch, Alina Stiegler und Bastian Reiber.

Regie: Beate Andres

hr 2018 |

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Gesine Schmidt, geboren 1966 in Köln, studierte Komparatistik und Theaterwissenschaften, sie arbeitet als freie Autorin und Dramaturgin u.a. am Berliner Ensemble, am Maxim Gorki Theater und am Deutschen Theater Berlin. Für ihre doku-fiktionalen Stücke arbeitet sie mit authentischem Interviewmaterial als Quelle. Es entstanden "Der Kick" (gemeinsam mit Andres Veiel), "liebesrap", "Oops, wrong planet!", das auch als Hörspiel produziert wurde (DLF/WDR 2012) und den Hörspielpreis der Kriegsblinden 2013 erhielt, sowie "Expats".

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Sendung: hr2-kultur, Hörspiel, 18.02.2018, 14:04 Uhr

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