Sängerin Roberta Mameli
Roberta Mameli, die Stimme von "Anime Amanti" Bild © Roberta Mameli

Der einstimmige Gesang war die Neue Musik des 17. Jahrhunderts. Die frühbarocken Komponisten Italiens um Claudio Monteverdi oder Giulio Caccini schufen am Beginn des 17. Jahrhunderts eine neue, vom einstimmigen Gesang geprägte Musik. Alles auf dieser CD ist höchst emotional, das aber nie in plakativer Weise.

Audiobeitrag
CD-Cover: Anime Amanti

Sie können das Audio zur privaten Nutzung hier herunterladen oder im Systemplayer öffnen.

Audio

Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found "Höchst emotional, aber nie plakativ." Niels Kaiser über die CD "Anime Amanti"

Ende des Audiobeitrags

Was könnte schmerzlicher sein als der Verlust der Liebe?! Im Lamento aus Monteverdis Oper "Arianna" wird dieses Gefühl unmittelbar nachempfindbar - wie kaum je zuvor in der europäischen Musikgeschichte. Besonders intensiv klingen die Lieder und Arien auf der neuen CD der italienischen Sopranistin Roberta Mameli und des schweizerischen Lautenisten Luca Pianca. Denn nur von einer Laute begleitet, entwickeln die ausdrucksstarken Gesänge der frühbarocken Monodie eine ganz besondere Intimität.

Die Intensität des Gefühls, das war das Neue am monodischen Gesang des frühen 17. Jahrhunderts, am Übergang von der Renaissance zum Barock. Damals begann ein neues Zeitalter der musikalischen Sensibilität. Dazu gehörte natürlich auch der Ausdruck von Freude.

Weniger ist mehr

Nur mit Laute begleitet entwickeln diese Lieder eine ganze besondere Intensität, eine ungeahnte Intimität und Ausdrucksstärke, die dem Hörer die Emotionen noch näher bringt und die für eine ganz spezielle Gänsehaut sorgt. Dafür verantwortlich ist in erster Linie die betörende Stimme von Roberta Mameli. Ihre leisen Töne klingen so zart und aufregend zugleich, dass man vor Spannung eine Stecknadel fallen hören könnte. Stimmlich und gestalterisch ist das Weltklasse.

Weitere Informationen

Anime Amanti

Roberta Mameli (Sopran), Luca Pianca (Laute)
Alpha Classics 291

Ende der weiteren Informationen

Fazit von Niels Kaiser

Alles auf dieser CD ist höchst emotional, das aber nie in plakativer Weise. An Orpheus erinnert das, der durch die allmächtige Allianz von Stimme und Laute sogar die entfesselten Furien der Unterwelt zu beschwichtigten wusste.

Externer Inhalt
Ende des externen Inhalts

Ein sinnliches Filmchen zu dieser CD

Sendung: hr2-kultur, Kulturfrühstück, 14.11.2017, 8:45 Uhr

Aktueller Song:
Lädt
Lädt
Lädt - Lädt
Lädt - Lädt
mit