Der Dirigent Teodor Currentzis
Dirigenten-Shootingstar Teodor Currentzis in Aktion Bild © picture-alliance/dpa

Die Interpretationen des Orchesters gelten als radikal und kompromisslos. Nun haben sich MusicAeterna und Teodor Currentzis Tschaikowskys viel gespielte 6. Sinfonie vorgenommen.

Audiobeitrag
Das Cover von Peter Tschaikowsky: Symphonie Nr. 6 "Pathétique"

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found "Ergreifender kann man das kaum spielen" Niels Kaiser über die CD

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Tschaikowsky sagte, er habe in diese Sinfonie seine "ganze Seele gelegt". Und er hat mit diesem Werk einen letzten Abgesang auf die Sinfonie überhaupt geschrieben. Mit einem langsamen Schlusssatz, einem Klagegesang, der dem Werk fast schon den Charakter eines Requiems verleiht.

Intensiv und ganz ohne Kitsch

Teodor Currentzis und MusicAeterna fühlen sich tief in Tschaikowskys Musik ein, nie klingt es bei ihnen nach übertriebenem Pathos oder gar Kitsch, immer aber emphatisch. Sie treiben die schmerzerfüllten Klänge bis an die Grenze des Erträglichen. Solange, bis die Musik explodiert.

Weitere Informationen

Peter Tschaikowsky: Symphonie Nr. 6 "Pathétique"

MusicAeterna, Teodor Currentzis
Sony Classical
LC 06868

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Fazit

Bei Teodor Currentzis und MusicAeterna wird Tschaikowskys Pathétique zu einem Drama in Tönen, zu einer Musik, die bis an die Grenzen des Ertragbaren geht. Und wieder einmal zeigt Currentzis mit seinen Musikern, wie ein Stück, das dem Klassikhörer eigentlich längst vertraut ist verblüffend neu, faszinierend und packend klingen kann. Als hätte man diese Musik noch nie gehört. So jedenfalls noch nicht.

Vorgestellt von Niels Kaiser

Sendung: hr2-kultur, Sendung, 14.12.2017, 06:45 Uhr

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