Sonya Yoncheva
Sonya Yoncheva Bild © Kristian Schuller / Sony Music

Sonya Yonchevas Stimme erinnert unseren Rezensenten an Maria Callas.

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Cover Sonye Yoncheva

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found "Giuseppes jüngste tragische Heldin“, meint unser Rezensent

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Liebe, Leidenschaft und Tod – das sind die tragenden Säulen der Oper. Die Liebe zwischen Sopran und Tenor steht selten unter einem guten Stern – weil ein "baritonaler" Widersacher etwas dagegen hat. Bei Giuseppe Verdi findet sich dieses Motiv sehr häufig. Er verstand es virtuos, diesen Handlungsgrundsatz zum Triebwerk seiner musikalischen Tragödien zu machen. Die tragischen Heldinnen in Verdis Oeuvre teilen alle dasselbe Schicksal und Sonya Yoncheva leiht den Leonoras, Luisas, Desdemonas und Abigailles ihre Stimme, ihre Seele.

Halsbrecherisches Repertoire

Sonya Yonchevas Stimme verfügt über das, was einen dramatisch-lyrischen Sopran ausmacht: einen ungeheuer großen Umfang, der in den tieferen Lagen eine ebensolche Präsenz und Strahlkraft besitzt wie in den hohen. Ihr etwas raues und dunkles Timbre bannt sofort – das Ausdrucksmittel einer großartigen Stimm-Schauspielerin. Wahrhaftig, wandelbar sowie einzig und allein auf den psychologischen Ausdruck bedacht und weniger auf eindimensionales Pathos.

Weitere Informationen

Sonya Yoncheva – The Verdi Album

Interpreten: Sonya Yoncheva, Massimo Zanetti, Münchner Rundfunkorchester
Label: Sony Classic
LC: 06868
Bestellnummer: 7818157

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Fazit

Dirigent Massimo Zanetti gelingt es gemeinsam mit den Musikern des Münchner Rundfunkorchesters, die extremen dynamischen Variationen in Verdis Orchestersätzen zu bändigen, ohne dabei an Dramatik einzubüßen. Die Tempi sind moderat, die Orchesterbegleitung unaufdringlich. Das Orchester liefert damit die einzig richtige Grundlage für das Haupt-Soloinstrument: Sonya Yoncheva, die sich mit diesem Album zweifelsfrei „Giuseppes jüngste  tragische Heldin“ nennen darf.

Vorgestellt von Nick Sternitzke

Sendung: hr2-kultur, hr2-Kulturfrühstück, 06.02.2018, 07:45 Uhr

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