Das Jazzfest Berlin wird von den Berliner Festspielen vom 31. Oktober bis 5. November veranstaltet, alle Rundfunkanstalten der ARD sind beteiligt. In den sechs Tagen des Festivals werden weit über 150 Musiker*innen unter anderem aus den USA, Brasilien, Norwegen, Frankreich, London und Berlin auftreten. Seine dritte und letzte Festivalausgabe überschreibt der britische Publizist Richard Williams mit einem Zitat von Ornette Coleman: "In all languages".


Richard Williams: "In einer Welt, in der tagtäglich Mauern errichtet und Grenzen befestigt werden, ruft uns der Jazz eine ganz simple Tatsache in Erinnerung: Menschen und Gesellschaften haben die beste Basis, wenn sie im Geiste von Offenheit und Inklusion zusammenarbeiten. Die ersten Jazzplatten wurden im Jahr 1917 aufgenommen. Seitdem hat dieses Musikgenre beispielhaft gezeigt, wie Weiterentwicklung vor allem durch Zusammenarbeit entsteht, nicht nur zwischen einzelnen Musiker*innen, sondern auch zwischen scheinbar grundverschiedenen Kulturen. Das Jazzfest Berlin 2017 wird erneut veranschaulichen, dass der Jazz, während er seinen kostbaren afroamerikanischen Kern bewahrt, ganz ungeachtet ihrer Herkunft alle diejenigen willkommen heißt, die auf ihrem Recht bestehen, anders zu sein, Orthodoxie zu hinterfragen und Möglichkeiten zur Zusammenarbeit mit anderen zu finden."

Zum ersten Mal in den 54 Jahren seines Bestehens wird das Festival einen Artist-in-Residence haben: Der in New York ansässige Komponist, Schlagzeuger und Bandleader Tyshawn Sorey, der sowohl mit seinem Trio als auch in neuen Formationen mit Berliner Musiker*innen zu erleben ist.

Das diesjährige Programm beinhaltet speziell für das Festival in Auftrag gegebene großformatige Projekte des amerikanischen Trompeters Ambrose Akinmusire und des irakisch-amerikanischen Trompeters Amir ElSaffar. Außerdem wird der norwegische Komponist Geir Lysne eine Uraufführung mit der NDR Bigband präsentieren.

Im A-Trane werden sich wieder Musiker*innen in ganz neuen Konstellationen begegnen, diesmal unter dem Titel "Berlin-London Conversation".

Die ARD-JazzNacht kommtg aus dem Haus der Berliner Festspiele, dem Jazzclub A-Trane, Maison de France, dem Lido und der Kirche am Hohenzollerndamm – Konzertausschnitte von den ersten fünf Festival-Tagen und Gespräche/Interviews u.a. von und mit:

| Tyshawn Sorey (artist in residence) | Shabaka & The Ancestors | Mônica Vasconcelos | Michael Wollny | Ambrose Akinmusire Berlin Special Project | Empirical | Steve Lehman Sélébéyone | “Berlin-London-Conversations“ mit Silke Eberhard & Sarah Tandy | Steve Lehman & Sélébéyone | Amirtha Kidambi & Elder Ones | Punkt.Vrt.Plastik:Kaja Draksler - Petter Eldh - Christian Lillinger | Amir ElSaffar + Zinc & Copper | etc.

Am Mikrofon: Ulf Drechsel, Julia Neupert, Roland Spiegel, Ulrich Habersetzer und Tinka Koch

Die ARD-JazzNacht ist zu hören in hr2-kultur, Kulturradio vom rbb, MDR Kultur, NDR Info, Bremen Zwei, SR2 KulturRadio, SWR2 und WDR 3

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