Es gibt Konzerte, die vergisst man nie. Das vom 12. November 1989 ist bei den Musikern der Berliner Philharmoniker mit tiefen Emotionen verbunden: Ganz Berlin war auf den Beinen, nachdem die Mauer gefallen war. Das Orchester entschloss sich damals spontan, unter der Leitung von Daniel Barenboim ein kostenloses Beethoven-Sonderkonzert für die Besucher der DDR zu geben. Kein Auge blieb dabei trocken.

Sally Matthews, Sopran
Bernarda Fink, Mezzosopran
Christian Elsner, Tenor
Hanno Müller-Brachmann, Bassbariton
Philharmonischer Chor Warschau
Berliner Philharmoniker
Leitung: Simon Rattle

Szymanowski: Stabat Mater op. 53
Beethoven: 9. Sinfonie d-Moll op. 125

(Aufnahme vom 12. November 2014 aus der Philharmonie)

25 Jahre später haben Simon Rattle und die Berliner Philharmoniker mit einer Gedenktournee an die bewegenden Tage erinnert. Wieder mit Beethoven, und erneut mit Symbolcharakter: Das Orchester reiste zu Gastspielen in die Städte, die während der Wende eine entscheidende Rolle spielten. Auch Warschau gehörte dazu, wo die Streikbewegung der Gewerkschaft Solidarność politische Reformen eingeleitet hatte. Und so stand beim Konzert in der Warschauer Philharmonie neben Beethovens Neunter mit der "Ode an die Freude" auch das Stabat Mater des Komponisten Karol Szymanowski auf dem Programm, ein Werk, in dem der Pole polyphone Elemente im Stile Palestrinas mit Rhythmen alter, westslawischer Musik verbindet.

Anschließend, ab etwa 21.45 Uhr:
Haydn: Andante mit Variationen f-Moll (Alfred Brendel, Klavier)
Schumann: Streichquartett F-Dur op. 41 Nr. 3 (Leipziger Streichquartett)
Saint-Saëns: 5. Klavierkonzert F-Dur op. 103 "Ägyptisches Konzert" (Jean-Yves Thibaudet / L'Orchestre de la Suisse Romande / Charles Dutoit)

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