Manchmal kommt selbst bei Beethoven die Revolution auf leisen Füßen. In seinem berühmten vierten Klavierkonzert wagt er ganz sanft den unerhörten Ausbruch aus der Tradition: Erstmals in der Musikgeschichte begegnen sich der Solist und das Orchester völlig auf Augenhöhe.

Jan Lisiecki, Klavier
Münchner Philharmoniker
Leitung: Valery Gergiev

Weber: Ouvertüre zur Oper "Oberon"
Beethoven: 4. Klavierkonzert G-Dur op. 58
Mussorgskij: "Bilder einer Ausstellung"

(Aufnahme vom 13. Juli 2017 aus dem Friedrich-von-Thiersch-Saal im Kurhaus)

Beethovens 4. Klavierkonzert ist ein Werk, das über musikalische Aufbrüche aufregend und detailreich zu erzählen hat. Wie gemacht für Jan Lisiecki, von dem die "New York Times" sagt, er bringe jede Note zum Sprechen. Im Konzert, das hr2-kultur heute Abend präsentiert, wird er zum künstlerischen Partner von Valery Gergiev, der selbst wie ein Besessener nach dem funkelnden Kern in jedem großen sinfonischen Werk schürft. Seit 2015 tut er das als Chefdirigent bei den traditionsreichen Münchner Philharmonikern, die zum 30. Jubiläumsjahr des Rheingau-Musik-Festivals in Wiesbaden zu Besuch waren.

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