Es ist schon beinahe Pionierarbeit, die das Luzern-Festival im Jahr 2016 geleistet hat. Unter dem Motto "PrimaDonna" musizierten in zahlreichen Konzerten Solistinnen und Dirigentinnen, wurden Werke von Komponistinnen in den Fokus gerückt.

Yulianna Avdeeva, Klavier
Leitung: Anu Tali

Tubin: Estnische Tanzsuite
Chopin: 1. Klavierkonzert e-Moll op. 11
Prokofjew: 1. Sinfonie D-Dur op. 25 "Symphonie classique"

(Aufnahme vom 21. August 2016 aus dem Kultur- und Kongresszentrum)

Auch wenn sich in den vergangenen Jahrzehnten vieles im Konzertbetrieb verändert hat, wenn zeitgenössische Komponistinnen die Konzertprogramme erobern und selbst am Dirigentenpult die Herrschaft der Herren allmählich ins Wanken gerät, "so sind wir doch von Chancengleichheit noch ein gutes Stück entfernt", sagt Michael Haefliger, Intendant des Luzern-Festivals.

Beim Konzert, das hr2-kultur heute Abend überträgt, steht die estnische Dirigentin Anu Tali am Pult des Chamber Orchestra of Europe, eine der faszinierendsten Dirigentinnen der heutigen Szene. Die drei Komponisten, die Anu Tali ausgewählt hat, verbindet nicht nur ihre osteuropäische Herkunft. Alle drei mussten überdies ihre Heimat verlassen und verbrachten lange Jahre im Exil - das gilt für Frédéric Chopin, dessen 1. Klavierkonzert mit der russischen Pianistin Yulianna Avdeeva auf dem Programm steht, ebenso wie für Sergej Prokofjew und auch Eduard Tubin, den estnischen Nationalkomponisten.

Anschließend, ab ca. 21:25 Uhr:
 
Schumann: Märchenbilder op.113 (Rachel Roberts, Viola / Lars Vogt, Klavier)
Robert Fuchs: Klarinettenquintett Es-Dur op. 102 (Paul Meyer / Carmina Quartett)
Dvorák: Romantische Stücke op. 75 für Violine und Klavier (Gil Shaham / Orli Shaham)

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