Für die Schweizer Musikgeschichte ist Jacques Wildberger ein wichtiger Komponist, in Deutschland hingegen ist seine Tonkunst immer noch recht unbekannt, obwohl er in den 1970er Jahren etliche Musikessays für die ARD realisierte.

"Immer Opposition. Ganz einfach, Opposition gegen alles Traditionelle." Der Basler Komponist Jacques Wildberger (1922–2006) galt in seiner Heimat zuerst als enfant terrible: Er komponierte Kampflieder im Stil von Hanns Eisler, trat in die kommunistische Partei der Schweiz ein, entdeckte in der Zwölftontechnik ein probates Mittel zur Schaffung einer traditionsbewussten, kritischen Ausdruckskunst unter dem "Akut des Heutigen". Meisterhaft kultivierte er ein Komponieren unter Vorbehalt und schuf Musik, die ihre Unmöglichkeit mitdenkt.

Sendung: hr2-kultur, Neue Musik, 14.12.2017, 21:30 Uhr

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