Am Klavier erprobte Bernd Alois Zimmermann wie viele andere Komponisten auch die eigenen künstlerischen Positionen. Hier entstanden Schlüsselwerke seiner Ästhetik. Wie lässt sich mit Musik Zeit erleben? Uralte Fragen, neu gestellt.

1918 geboren, empfindet sich der rheinländische Komponist Bernd Alois Zimmermann nach dem Zweiten Weltkrieg inmitten einer um zehn Jahre jüngeren Generation als der "Älteste der Jungen". Klavierwerke dienen ihm als Ort künstlerischer Erprobung, markieren zentrale Opera seiner Entwicklung, seiner Suche nach Neuartigem. Mit seinem ersten seriellen Stück, den 1956 konzipierten "Perspektiven" für zwei Klaviere, erhält er erste Anerkennung. Zeit und Raum erforscht er hier mit musikalischen Mitteln und er thematisiert, was ihn dann zeitlebens beschäftigt, die, wie er selbst sagte, "unbegreifliche Paradoxie alles Zeitlichen" - inklusive der notwendigen Freiräume für die Imagination, das Spontane, das Assoziative, das Traum- und Trancehafte. Eine Spurensuche im Klavierwerk von Ulla Herpers.

Sendung: hr2-kultur, Neue Musik, 28.12.2017, 21:30 Uhr

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