Wir blicken zurück auf das erste Barock+ der Saison und schauen voraus auf die hr-Sinfoniekonzerte mit dem Verdi-Requiem.

Barock+ mit Bernard Labadie und Jean Rondeau

Gastsolist Jean Rondeau
Gastsolist Jean Rondeau Bild © hr/Edouard Bressy

Zum ersten Barock+ der Saison am 5. und 6. Oktober hatte sich das hr-Sinfonieorchester zwei französischsprachige Spezialisten eingeladen: den kanadischen Dirigenten Bernard Labadie und den aus Paris stammenden Cembalisten Jean Rondeau. Zwei Cembalokonzerte standen auf dem Programm, eines von Carl Philipp Emanuel und eines von Wilhelm Friedemann Bach, den ältesten Söhnen von Johann Sebastian Bach. Beide Konzerte sind um 1750 entstanden, im selben Zeitraum also – beide zeigen zwei höchst unterschiedliche Künstlerpersönlichkeiten und sehr verschiedene Ideen dieses Typs „Konzert für Tasteninstrument und Streicher“. Eingerahmt wurde das Programm von Musik Wolfgang Amadeus Mozarts: der Chaconne aus dem Dramma per musica "Idomeneo, Re di Creta" und der sogenannten "Prager" Sinfonie KV 504.

Andreas Bomba hat sich mit Bernard Labadie und Jean Rondeau unterhalten.

Giuseppe Verdi: Messa da Requiem

Weitere Informationen

Das Konzert im Radio

hr2-kultur überträgt das Konzert am 20. Oktober live ab 20:04 Uhr.

Ende der weiteren Informationen

Tag des Zorns. Eine Totenmesse, so leidenschaftlich wie eine Oper, mit einem jüngsten Gericht wie eine Höllenfahrt. Die Zeitgenossen meinten es nicht eben hochachtungsvoll, als sie 1874 die "Messa da Requiem" von Giuseppe Verdi als "Oper im Kirchengewande" titulierten. Zu leidenschaftlich, zu sinnlich, zu viel äußerer Furor - das war der Vorwurf. Aber Verdi war nun einmal ein Mann für die große Bühne, was allerdings nicht bedeutet, dass er die tradierte Totenmesse hier banalisierte, weil er sie italianisierte. Im Gegenteil: Hier wird von Herzen voll Inbrunst um Errettung gefleht, die Furcht vor den Schrecken des jüngsten Gerichts macht sich tonstark Luft, die große Trommel schlägt zum "Dies irae" mit Macht. Die Trompeten verkünden das Ende der Tage, der Mensch steht vor der Apokalypse. Und keiner begleitet ihn dorthin mit mehr Imaginationskraft als Giuseppe Verdi. Ein Konzertführer.

Die Musiken:

Verdi: Ouvertüre zur Oper "Die Macht des Schicksals" (Hugh Wolff)
Rota: Divertimento Concertante für Kontrabass und Orchester (Boguslaw Furtok / Peter Zelienka)
Verdi: Messa da Requiem, Ausschnitte (Anja Harteros, Sopran / Elina Garanca, Mezzosopran / Jonas Kaufmann, Tenor / René Pape, Bass / Chor und Orchester der Mailänder Scala / Daniel Barenboim)
Rachmaninow: Rhapsodie über ein Thema von Paganini (Lauma Skride, Klavier / Andrés Orozco-Estrada)

Sendung: hr2-kultur, Treffpunkt hr-Sinfonieorchester, 14.10.2017, 10:04 Uhr

Beiträge in der Sendung
SendezeitBeitrag
Kulturtipps - Heute in Hessen
Aktueller Song:
Lädt
Lädt
Lädt - Lädt
Lädt - Lädt
mit