Podcast Der Tag

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Gender, eine Kampfvokabel. "Genderismus“, eine Ideologie, die uns das Geschlecht aberziehen und alles und alle gleich machen will - so die Angst besorgter Eltern, so die Losungen der AfD und Debatten in den Feuilletons bürgerlicher Zeitungen. Ähnlich sieht das US-Präsident Donald Trump, der seinerseits ja Sexismus salonfähig gemacht hat. Gender, also die Frage nach Geschlecht und Geschlechter-Zugehörigkeit, bedeutet für seine heftigen Kritiker vor allem: Gehirnwäsche, verprasste Steuergelder, unnötige Studiengänge als Ergebnis einer Pseudo-Wissenschaft. Den Gender-Studies wird der wissenschaftliche Charakter abgesprochen und ideologische Voreingenommenheit unterstellt. Wer braucht denn noch so etwas, wo Frauen doch angeblich schon gleichberechtigt sind? Und dann wäre da auch noch Alice Schwarzer, die bestimmte Gender-Forscherinnen als "Sargnägel des Feminismus“ bezeichnet. Schwer leugnen lassen sich jedoch immer noch bestehende Ungerechtigkeiten zwischen Mann und Frau und die Notwendigkeit, diese zu benennen. In Frankfurt und bundesweit haben sich deshalb Vertreterinnen und Vertreter der Genderforschung zusammengetan, ihre Forschung zu verteidigen. Unter dem Hashtag 4genderstudies twittern sie heute über ihre Arbeit. Ein Grund für uns nach Inhalt und Nutzen zu fragen.

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