Podcast Der Tag

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"Smart“ sei er immer schon gewesen, und deswegen ein erfolgreicher Unternehmer und Fernsehstar. Aber Präsident der Vereinigten Staaten zu werden - das qualifiziere ihn außerdem als "genius“ - Genie, twittert Donald Trump. Seine Fans müssen das eigentlich auch so sehen. Jemand, der so eitel und unkonzentriert agiert, offenbar weder das Zuhören noch das Lesen beherrscht und trotzdem in allen Fragen nur die eigene Autorität anerkennt: der ist entweder von diesem Job überfordert, oder er erledigt ihn genial. Denn das Genie plagt sich nicht, es muss nicht nachdenken, es begreift intuitiv alles und verändert instinktiv und schöpferisch die Welt. Wofür die anderen Intelligenz, Erfahrung und Fleiß brauchen - das gelingt dem Genie mühelos im Handstreich. Politik wie von Leonardo da Vinci, Shakespeare und Mozart, das erwartet uns in den nächsten drei Jahren. Und wahrscheinlich noch darüber hinaus. Denn während historische Genies oft unstete Randexistenzen waren, ist Trump nach eigener Auskunft ein "stable genius“: also dank einer seltenen Mischung aus göttlicher Begabung und robuster Standfestigkeit praktisch unverwundbar. Was wird aus einer Großmacht und einer Welt, die von einem Genie regiert wird?

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