Demonstrant zu Deniz Yücel
"Freiheit für Deniz Yücel", Demonstrantin in Berlin Bild © picture-alliance/dpa

Jedes Jahr am 15. November stellt der internationale PEN ausgewählte Schriftsteller und Journalisten vor, die beispielhaft für die Repressionen stehen, denen Kollegen weltweit täglich ausgesetzt sind.

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Regula Venske

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found "Wir kennen nur die Spitze des Eisbergs" Regula Venske, Präsidentin des PEN-Zentrums Deutschland, im hr2-Kulturfrühstück

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In Deutschland müssen sich Schriftsteller heute keine Sorgen mehr darum machen, wenn sie herbe Kritik üben, an Politikern, an Missständen in der Gesellschaft. Autoren in anderen Ländern aber leben gefährlich, wenn sie ihren Gedanken freien Lauf lassen. Landen dafür im Gefängnis, oder schlimmer. Am 15. November macht die weltweite Schriftsteller-Vereinigung PEN alljährlich darauf aufmerksam, mit dem Tag der verfolgten und inhaftierten Autoren. Das PEN-Zentrum Deutschland setzt Im Jahr 2017 die Schicksale von Zehra Doÿan (Türkei), Ramón Esono Ebalé (Äquatorialguinea), Cesario Alejandro Félix Padilla Figueroa (Honduras), Nguyen Ngoc Nhu Quynh (Vietnam), Razan Zaitouneh (Syrien) besonders ins Licht.

Städte der Zuflucht - das Beispiel Frankfurt

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Frankfurter Römer

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found "Es ist kein Zufall, dass Frankfurt dem Netzwerk beigetreten ist" hr2-Kulturreporter Riccardo Mastrocola

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Wenn Autoren ins Ausland flüchten, dann gibt es ein Netzwerk, das zumindest einige von Ihnen auffängt: Etwa das Netzwerk der "Städte der Zuflucht". In Deutschland gibt es zwei: Hannover und Frankfurt. Und in Frankfurt kommt jetzt eine bekannte türkische Autorin unter, Asli Erdogan.hr2-Kulturreporter Riccardo Mastrocola hat mit den Verantwortlichen in Frankfurt gesprochen und erzählt, was es genau bedeutet, Stadt der Zuflucht für verfolgte Autoren zu sein.

Türkisches Autorenpaar trotzt staatlichem Druck

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Türkische Polizisten nehmen Demonstranten fest

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found "Der 76-Jährige schreibt immer noch für die regierungskritische Zeitung 'Cumhuriyet'". Bericht von ARD-Korrespondent Christian Buttkereit

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Wie sich das Leben als bedrohter Autor anfühlt, müssen viele Schriftsteller und Journalisten am eigenen Leib erfahren. Nirgends auf der Welt sind so viele Journalisten im Gefängnis, wie in der Türkei. Der 76-jährige Autor und Journalist Aydin Engin befindet sich nur aufgrund seines fortgeschrittenen Alters auf freiem Fuß. Im Prozess gegen Journalisten der Zeitung Cumhuriyet ist er gemeinsam mit 16 Kollegen wegen Terrorunterstützung angeklagt. Im Gefängnis war er zuvor bereits einige Male. Ein Schicksal, dass er mit seiner Ehefrau Oya Baydar teilt. Die 77-jährige gilt nach wie vor als kritische, linke Autorin und Friedensaktivistin. ARD-Korrespondent Christian Buttkereit hat sie in ihrem Haus in Istanbul besucht.

Lebenslanges Engagement für verfolgte Autoren

Thomas B. Schumann, Hermann Kesten-Preisträger 2017
Thomas B. Schumann, Hermann Kesten-Preisträger 2017 Bild © Edition Memoria

Thomas B. Schumann erhält am 16. November den Hermann-Kesten-Preis der Autorenvereinigung PEN. "Plädoyers gegen das Vergessen" - mit dem Titel eines seiner Bücher könnte man auch Leben und Arbeit von Thomas B. Schumann beschreiben. Der Kölner Publizist hat es sich zu Lebensaufgabe gemacht, vergessene und ins Exil vertriebene Autoren und Künstler dem Vergessen zu entreißen. In seinem Bungalow in Hürth in der Nähe von Köln hat er eine riesige Bibliothek mit Exilliteratur zusammen getragen. 1995 gründete Schuman seinen eigenen Verlag, die "Edition Memoria", die ausschließlich Werke von Exilautoren veröffentlicht. Und seit einiger Zeit sammelt Schumann auch Bilder von Exilkünstlern. Am "Writers in prison-day" ist der Autor, Herausgeber, Publizist, Redner und Kurator um 17:10 Uhr Gast im hr2-Kulturcafe bei Rosemarie Tuchelt.

China kennt keine Gnade mit der Witwe des Nobelpreisträgers

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Liu Xia, Witwe von Friedensnobelpreisträger Liu Xiaobo

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found "Es gibt derzeit keine Hinweise darauf, dass der Hausarrest für Liu Xia aufgehoben wird." ARD-China-Korrepondent Axel Dorloff

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Liu Xia, die chinesische Schriftstellerin, Künstlerin und Witwe des verstorbenen Friedensnobelpreisträgers Liu Xiaobo, steht weiter unter Hausarrest. Sie kann sich nicht frei bewegen, nicht treffen wen sie will und auch nicht aus China ausreisen. Und wir ihr geht es auch anderen kritischen Schriftstellern und Journalisten in China. Der ARD-China-Korrepondent Axel Dorloff berichtet.

Sendung: hr2-kultur, 15.11.2017, ab 6:04 Uhr

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