Aubergine mit Walnüssen

Gastland der Buchmesse wird Georgien sein. Und mit der georgischen Literatur kommt die Küche des Landes zu uns. Auf diese legen die Georgier höchsten Wert. Seit kurzem gibt es in Frankfurt ein georgisches Restaurant. Es heißt Old Tiflis - kocht es sich mit Heimweh besser?

Erstaunlich, wie schnell sich die mittags sehr laute Atmosphäre an der Düsseldorfer Straße ändert, wenn sich Nino Kambegashvili ans Klavier setzt. Das tut sie nicht als Gastronomin mit dem Hobby Klavierspielen, sondern umgekehrt – als Profi-Pianistin mit eigener Musikschule in Frankfurt, die hier unbedingt und rechtzeitig zur Buchmesse ein georgisches Restaurant eröffnen wollte. Mit dem Wunsch nach gutem Essen stehen die Georgier nun wirklich nicht allein da in der Welt, aber hier, zwischen Schwarzem Meer und Kaukasus, geht es schon noch ein Stück weiter, denn ein Teil der georgischen Identität und Kultur stützt sich tatsächlich auf die Tafelfreuden.

Die georgische Küche ist ländlich geprägt und daher mächtig, egal ob man bei den Hauptspeisen das in vielen Varianten angebotene  Schaschlik isst oder  die ebenso reichhaltigen vegetarischen Kompositionen vorzieht. Deshalb empfiehlt es sich, Gerichte untereinander zu teilen oder vielleicht, um kleinere Portionen zu bitten. Es sei denn man hat drei Tage nichts gegessen.

Und der Wein? Georgien hat schließlich die älteste Weintradition der Welt. Und die kann sich sehen lassen, vor allem wenn man die nach alter Tradition, in riesigen Tonamphoren unterirdisch ausgebauten Weine trinkt. Im Old Tiflis aber geht Nino etwas defensiv damit um, eher stehen neue georgische Merlots oder Chardonayweine auf der Karte

Georgische Küche und georgischer Wein – das ist nicht Fine dining, das ist ein unmittelbarer Zugriff auf das herzhafte Leben. In Frankfurt ist es jetzt greifbar!

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