Szene aus Emil und die Detektive Bad Hersfeld

Erich Kästner hat den Roman "Emil und die Detektive" schon vor 90 Jahren geschrieben. Bei den Bad Hersfelder Festspielen läuft es als Musical. Wieso ist das heute auch noch ein wichtiges Thema?

Bei den Jugendlichen heute steht meist das Konkurrenzdenken im Vordergrund, sagt Festspiel-Intendant Joern Hinkel. Wer da nicht mithalten könne, werde oft ganz schnell gemobbt. Für Joern Hinkel ist die Geschichte von Emil und den Detektiven eine Geschichte über Zusammenhalt. Da hilft eine Gruppe Kinder einem fremden Jungen bei der Jagd nach einem Dieb. Und sie fangen ihn, indem sie alle zusammenhalten.

Inhalt

In dem Musical sind rund 25 Kinder und Jugendliche dabei. Christina Rümann ist Opernsängerin und hat mit den Kindern Stimmbildung geübt. Aber die Kinder müssen nicht nur singen, sondern auch noch tanzen und schauspielern. Das haben sie wirklich ganz hervorragend gemacht.

Das Bühnenbild hat am meisten beeindruckt. Das Thema "Koffer" zieht sich durch das ganze Stück. Bereits zu Beginn steht ein riesiger Koffer auf der Bühne, mehrere Meter hoch und breit. Und überall auf der Bühne sind weitere Koffer. Sie werden als vielseitige Bühnenelemente genutzt. Mal verwandeln sie sich in Zugabteile und Waggons der Straßenbahn.

Fazit

Die Premiere war ausverkauft – etwa zur Hälfte saßen Erwachsene und Kinder drin. Ich selber war alleine da, aber ich habe die Kinder beobachtet, und zwischendurch hatte ich den Eindruck, dass die kleineren Kinder ein bisschen überfordert waren. Aber zum Schluss haben alle begeistert applaudiert. Die Zuschauer haben mit den Füßen getrampelt, gepfiffen und gejuchzt.

Auch die Erwachsenen waren ganz angetan, und mir persönlich hat es auch sehr gut gefallen. Also tatsächlich – ein Stück für Eltern und Kinder oder für Großeltern und Enkel.

Sendung: hr2-kultur, Kulturfrühstück, 13.8.2019, 7:30 Uhr

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