Kunsthaus Taunusstein

"Die ursprüngliche Idee war eigentlich nur, im Wohnzimmer an den Wänden keine Poster zu haben, sondern Originale", sagt Irene Haas und schmunzelt. Am Anfang gab es eine gemeinsame Wohnung. Heute steht in Taunusstein Niederlibbach ein Kunsthaus. Zwei Stockwerke, Deckenhöhen von bis zu vier Metern, regelmäßige Ausstellungen, viel Malerei, etwas Skulptur. Soweit kann Sammelleidenschaft führen.

Aus diesem einen Bild wurde einfach mehr und mehr, erzählt Haas. Irgendwann sei es viel gewesen, was sich angesammelt hatte und das habe ja auch irgendwohin gemusst, sagt sie. Erst einmal ging alles ins Depot. Aber für einen leidenschaftlichen Sammler ist das ein unhaltbarer Zustand. So bauten sie das Kunsthaus in Niederlibbach auf und öffneten es auch für Besucher.

Ein eigenes Kunsthaus ist viel Arbeit

So schnell kommt man zu einer kleinen Kunsthalle. Und zu einem Ausstellungsbetrieb. Denn seit der Eröffnung im Jahr 2016 haben Irene Haas und Ulrich van Gemmern bereits sechs Ausstellungen gezeigt. Immer mit Bezug zur eigenen Sammlung, aber ergänzt durch Leihgaben. Unterstützt durch Kuratoren und mit Hilfe eines professionellen Hängeteams. Dabei hat das Kunsthaus Taunusstein ein ganz eigenes Profil.

Irene Haas und Ulrich van Gemmern betreiben ihr Kunsthaus in einer zwei-Mann-Frau-Union. An den Wochenenden haben sie für das Publikum geöffnet. Sie begrüßen die Gäste, verkaufen Eintrittskarten und Kataloge, bieten Kaffee, Gespräche und Führungen an, organisieren Ausstellungen und Vernissagen. Das ist natürlich viel Arbeit. "Wenn wir hier sind – wir lieben es", sagt Haas.

Kunsthaus Taunusstein
Hauptstraße 1, 65232 Taunusstein
Mehr Informationen unter kunsthaus-taunusstein.de.

Sendung: hr2-kultur, Kulturfrühstück, 23.7.2019, 9:15 Uhr

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