Kunstverein Familie Montez

Unter der Honsellbrücke im Frankfurter Ostend gibt es Konzerte für Jazz und klassische Musik, sonntags Kaffee und Kuchen für die ganze Familie. Hier saßen schon Politiker und Promis auf einem orangenen Sofa und man ist hier näher am Herzschlag der Kunst als kaum irgendwo sonst: Kunst, die schrill, wild und bunt ist wie das Ambiente.

Künstler treffen Künstler

Mirez Macke ist drahtig schlank, trägt einen weißen Bart, der ihm zur Brust reicht, und hat unter der Honsellbrücke in Frankfurt einen Ort geschaffen, wie er selbst in Berlin kaum zu finden ist. Er ist der Erfinder, Leiter und offiziell sogar Direktor des Kunstvereins Familie Montez. Im Jahr 2000 wollte er nur einen Ort für seine ehemaligen Kommilitonen von der Städelschule gründen, in dem es Ateliers, Ausstellungsfläche und eine Bar gibt. Einen Ort zum Reden, zum Freunde Treffen, an dem man einfach nur sein kann.

Unter der Brücke

Wenn man durch die Räume unter der Honsellbrücke läuft, kommt man aus dem Staunen kaum heraus. Es erinnert an Katakomben, Räume hinter Räumen. Überall sind Bilder vom Boden bis zur Decke, selbst in der Küche und auf der Toilette. Mittendrin sieht man Installationen, Diskokugeln und Videos. Daneben viele Portraits von Frauen, Akte, Geschlechtsteile, Abstraktes, Pornografisches. Es gibt Bücher, Kunstbände, Lampen, Möbel, Teppiche - und immer wieder Pferde. Im Hermann-Nitsch-Raum hängen Plakate von seinen Aktionen, Mozart läuft im Hintergrund. Am Wochenende wird selbstgebackener Kuchen angeboten, Yoga in den Ausstellungsräumen, Lesungen und Konzerte.

Kunstverein Familie Montez
Frankfurt
Honsellbrücke, neben dem Skaterpark

Sendung: hr2-kultur, Kulturfrühstück, 12.7.2019, 7:45 Uhr

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