"Freiheit ist immer die Freiheit des Andersdenkenden." Das hat die Kommunistin Rosa Luxemburg gesagt, bevor sie vor 100 Jahren ermordet wurde - von Leuten, die diese Freiheit nicht respektierten. Die erste Demokratie auf deutschem Boden steckte damals noch in den Kinderschuhen.

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Aber wie schwierig es nach wie vor für viele Menschen ist, die Freiheit des Andersdenkenden zu respektieren, weil sie entweder nicht dazu bereit sind oder weil es sie zu viel Überwindung kostet, das zeigt sich heute mehr denn mehr, gerade auch am Auftreten der AfD und am Umgang mit ihr. Pöbeleien in und außerhalb von Parlamenten scheinen immer mehr zum (guten?) Ton zu gehören. Und gerade politische Mandatsträger leben gefährlich, werden bedroht oder attackiert. Nun hat ein physischer Angriff auf einen AfD-Politiker Vertreter anderer Parteien dazu gebracht, sich vor ihren politischen Gegner zu stellen, weil Gewalt eben niemals ein Mittel der politischen Auseinandersetzung sein soll. Er hat aber auch AfD-Politiker dazu gebracht, ihren Parteifreund als Märtyrer zu inszenieren.

Gewalt in der Politik ist ein Stein des Anstoßes. Und auch wenn die Statistiken sagen, dass die physische Gewalt in der Politik in der letzten Zeit nicht zugenommen habe, so ist doch unter Politiker ein verbales Wettrüsten zu beobachten. Eine Entwicklung, die von Hass und Feindseligkeit in unserer Gesellschaft zeugt. Und daraus kann allemal Gewalt entstehen.

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