Die Hauptstadt der Slowakei war schon oft Schauplatz historischer Ereignisse. Hier wurden Monarchen gekrönt, als Bratislava noch ungarisch war. Hier versuchte sich die Österreichische Kaiserin Maria Theresia als Stadtplanerin.

Sie ließ im 18. Jahrhundert kurzerhand die mittelalterlichen Stadtmauern abreißen und den Stadtgraben zuschütten. Hier zogen Architekten während der Herrschaft der Kommunisten ihre Vision von Massenwohnungsbau hoch: Die berüchtigten Plattenbauten, die heute noch die Stadt verschandeln. Unberührt aber von den Zeitläuften thront die barocke Burg über der Stadt, während sich unter ihr politische Dramen abspielen.

In diesem Frühjahr waren es gewaltige Demonstrationen nach dem mysteriösen Doppelmord an einem kritischen Journalisten und seiner Verlobten. Er hat erst 1993 unabhängig gewordene Slowakei in eine schwere innenpolitische Krise gestürzt. Und die Menschen in Bratislava standen im Zentrum der Ereignisse. Sie sind eben selbstbewusste Hauptstädter, die sich von ihrer Regierung nicht alles bieten lassen.

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